Kurzfassung Ortschronik - 750 Jahre Karsau

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Ortschronik

Karsauer Dorfjubiläum
03.-07. Oktober 2019         

Wir wünschen allen ein gutes und gesundes Jubiläumsjahr
Kurzfassung der Ortschronik von Karsau
Autor: Dr. Rudolf Steiner
Daten der Ortschronik 750 Jahre Karsau
DatumEreignis
1218Ersterwähnung von Beuggen
1246Gründung der Deutschordenskommende Beuggen
1247
Übertragung von   Besitz- und Eigentumsansprüchen von Ita von Klingen an das Ordenshaus
1266
Abtretung sämtlicher Ansprüche in Beuggen an die Kommende durch Hugo von Tiefenstein
28. Juli 1269
Ersterwähnung der Orte Karsau (Karlesowe) und Riedmatt (Rietmatten)
1327Erste urkundliche Hinweise auf Rebanbau und Weinverkäufe in Karsau
1356Erste urkundliche Erwähnung einer Taverne in der Kommende Beuggen
1414Erstmalige Erwähnung eines Schulhauses
Mai 1525
Bauernkrieg – Revolte gegen das Beuggener Ordenshaus
1534
Bau der Karsauer Trotte im Innerdorf
1540
Klimatisches   Ausnahmejahr mit extremem Hitzesommer
Frühjahr 1578
Heftige Auseinandersetzungen zwischen den Karsauer und Riedmatter Untertanen gegen Komtur Hans Caspar von Jestetten
09. Juli 1578Beilegung des Streits zwischen Komtur und Untertanen durch einen Entscheid
05. August 1580
Vertrag zwischen Hans Caspar von Jestetten und den Untertanen zur Regelung der Herrschafts- und Gerichtsverhältnisse
31. Januar 1581
Vertrag zwischen dem Ordenshaus und der Bevölkerung über die Regelung der jeweiligen Rechte und Pflichten von Komtur und Untertanen (Darin Regelung des Weidgangs und der Frondienste)
1586Hungersnot
21. April 1586
Vertrag zwischen der Kommende Beuggen und der Herrschaft Rheinfelden wegen der hohen und niederen Gerichtsbarkeit zu Karsau und Riedmatt
1587Gründung der Sebastiani und Rochus Bruderschaft zu Beuggen
April/Mai 1634
Plünderungen, Zwangsabgaben und Einquartierungen durch schwedische Truppen. Besetzung Beuggens bis August 1634.
Anfang 1638
Einnahme des Deutschordenshauses Beuggen durch Truppen Herzog Bernhards von Sachsen-Weimar.
28. Februar 1638
Vergeblicher Angriff kaiserlicher Truppen auf Beuggen. Karsau wird in Brand gesteckt.
03. März 1638
Bernhard von Weimar entsetzt das von kaiserlichen Truppen belagerte Ordenshaus Beuggen.
Dezember 1662Neuweihe der Beuggener Oberkirche
06.-18. Juni 1678
Ordenshaus Beuggen ist Hauptquartier französischer Truppen. Erneute Zerstörung der Beuggener Oberkirche durch österreichischen Artilleriebeschuss.
um 1724Bau des sog. Pfirdter Hofes (altes Gemeindewirtshaus) in Karsau
03. Oktober 1726Karsauer Brandkatastrophe. Etwa 25 Gebäude vernichtet.
1727Brandkatastrophe in Riedmatt. Vermutlich fünf Häuser vernichtet.
12. April 1738
Die Kommende Beuggen erwirbt von der vorderösterreichischen Regierung die Hochgerichtsbarkeit in Karsau und Riedmatt.
1552 bis 1557
Umfangreiche Bauarbeiten unter Komtur Franz von Königsegg. Das Ordenshaus erhält durch Ordensbaumeister Bagnato sein barockes Aussehen.
1784Auflösung der Beuggener Sebastiani und Rochus Bruderschaft.
1798
Faktischer Verlust der aargauischen Besitztümer Beuggens. Formale Bestätigung im Frieden von Luneville 1801.
1803Verlust der Schaffnereien in Frick und Rheinfelden
26. Dezember 1805
Frieden von Preßburg: Beuggen fällt als Domäne Besitz an das Großherzogtum Baden.
12. Juli 1806
Formale Übergabe der ehemaligen Deutschordenskommende Beuggen an das Großherzogtum Baden
1813 bis 1815Schloss Beuggen als Kriegslazarett währender der Befreiungskriege
1815
Pfarrer Karl Eschbach bittet wegen der unerträglichen Verhältnisse im Beuggener Schloss (Kriegslazarett) um Erlaubnis, die hl. Messe in Minseln feiern zu dürfen
1821
Die Kinderanstalt Beuggen erhält einen eigenen Begräbnisplatz auf dem Beuggener Friedhof
01. März 1831Posthalterstation in Beuggen im Gasthaus Zur Post (später Gasthaus Zum Anker)
1836Abbruch der Ortskirche St. Michael (Oberkirche) auf dem Beuggener Friedhof
27. April 1848
Flucht von Georg und Emma Herwegh nach der Schlacht von Dossenbach über Karsau in die Schweiz.
1857Ehemaliges Gasthaus Zum Badischen Hof wird Schul- und Rathaus
1868Anlage einer Obstbaumschule in Karsau.
1870 bis 1871Deutsch-Französischer Krieg
März 1871Friedenslinde an der Einmündung der Karsauer Straße in die Rütte
02. Mai 1894
Genehmigung zum Bau einer Wasserwerksanlage (Kraftübertragungswerk) bei Rheinfelden.
19. März 1899Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Karsau
13. Januar 1900Brand im Schlosshof (Meierhof) beim Schloss Beuggen
Dezember 1900
Dadurch Abtretung des Industriegebiets Karsau an Nollingen gegen 200.000 Mark Entschädigung.
1901Bestätigung der neuen Gemarkungsgrenze durch Ministerialbeschluss
16. Oktober 1905Einweihung der neuen Schule mit angebautem Spritzenhaus
1908
Wasserversorgung der Gemeinde durch den Dinkelberger Wasserversorgungs-verband in Maulburg
1914 bis 1918Erster Weltkrieg
um 1920Beginn der Bebauung im Gewann Ziegelacker (Beuggen)
April 1923Gründung des Fußball-Clubs Karsau 1923.
1929 bis 1932
Bau des Flusskraftwerkes Ryburg-Schwörstadt an der nordöstlichen Gemarkungsgrenze
1936Errichtung eines Betonbunkers westlich von Riedmatt an der Burstel-Halde
1938/39
Errichtung der Badeanstalt Beuggen mit Badhüsli
03. September 1939 bis Ende Mai 1940
Einquartierung von Evakuierten der Gemeinden Märkt und Fischingen in Karsau, Beuggen und Riedmatt.
Nacht vom 18. auf den 19. August 1940
Luftangriff auf Karsau/Beuggen gegen 24:00 Uhr
07. September 1940
Verhaftung des kath. Beuggener Pfarrers Richard Schneider durch die Gestapo
1940/1941Einzug der meisten wehrfähigen Männer zum Militärdienst.

Erste Kriegsgefangene in Karsau interniert.
1941/1942
Errichtung eines Lagers für russische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter an der Schildgasse
ab Sommer 1944
Fliegerangriffe auch tagsüber. Der Schulunterricht wird teilweise – ab 1945 komplett - ausgesetzt.
Winter 1944/45Drastisch verschlechterte Versorgungslage der Bevölkerung
Februar 1945Errichtung von Panzersperren in Beuggen und Riedmatt
29. März 1945
Entlassung von Pfarrer Schneider aus dem KZ Dachau und Rückkehr nach Beuggen
Frühjahr 1945
Männer ab 50 Jahren und Jugendliche ab 15 Jahren werden zum Volkssturm eingezogen
22. April 1945Auflösung des Kriegsgefangenenlagers in der Schildgasse.
24. April 1945Erstes Auftauchen eines französischen Spähwagens in Beuggen
25. April 1945
Französische Truppen rücken um ca. 15:00 Uhr bis Gasthaus Anker in Beuggen vor.
26. April 1945
Abzug und Weitermarsch der französischen Truppen über Riedmatt nach Säckingen
Nach der Besetzung 1945
Schlechte Versorgungslage; Diebstahl von Feldfrüchten; gelegentlich Plünderungen durch Besatzungstruppen
Mitte Mai bis
13. August 1945
Errichtung einer Sperrzone durch die französische Militärregierung mit Stacheldrahtzaun
1953Einweihung der neuen Schule (sog. Altbau) im heutigen Ortszentrum
1954Errichtung des Lehrerwohnhauses bei der neuen Schule
1955Bau des neuen (heutigen) Rathauses
1960Bau des Kindergartens mit angebautem Schwesternwohnheim
1963Einweihung des Waldfriedhofes Karsau
03. Juli 1965
Einweihung des Erweiterungsbaus der Schule (sog. Neubau) sowie Benennung in Christian-Heinrich-Zeller Schule.
1967Fertigstellung des Rentnerwohnheimes in Riedmatt als bedeutender Sozialeinrichtung für ältere Mitbürger der Gemeinde
1970Bau der Mehrzweckhalle (Sonnenrainhalle)
08. September 1974Einweihung des ev. Gemeindezentrums im Kapfbühl
01. Januar 1975Eingemeindung von Karsau als Ortsteil der Stadt Rheinfelden (Baden)
16. Mai 1993Einweihung der kath. St. Michaels-Kirche mit Pfarrzentrum im Gewann Sonnenrain in Karsau
1996Fertigstellung der Alperenler Moschee im Gewann Schafmatt
2006Fertigstellung des neuen Sportplatzes im Gewann Neuland


(c) 2017 herbert herzog (aktuallisiert 20.09.2019
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